Änderungen der Sozialvorschriften im Straßenverkehr

Die Anfang des Jahres beschlossenen Änderungen sind inzwischen in der Praxis angekommen und die Vorschriften werden im Straßenverkehr vermehrt kontrolliert – und Verstöße bereits mit empfindlichen Bußgeldern geahndet. Die vorgenommenen Änderungen und Erweiterungen der Regelungen und Ausnahmen sind sehr umfangreich, weshalb wir Ihnen hier nur die aus unserer Sicht wichtigsten Punkte aufführen. Auf der Internetseite des Bundesamtes für Güterkraftverkehr (www.bag.bund.de) können die kompletten Hinweise heruntergeladen werden.

Punkt 1.3 / 5.1 des Leitfadens:
Fahrzeuge, die über eine zulässige Gesamtmasse von mehr als 2,8t und nicht mehr als 3,5t verfügen, müssen Lenk-und Ruhezeiten nach der FPersV einhalten und aufzeichnen. Der Einbau eines digitalen Kontrollgerätes ist nicht vorgeschrieben, muss jedoch bei einer aufzeichnungspflichtigen Fahrt bedient werden.

Punkt 1.4 des Leitfadens:
Kundendienst – und Montagefahrzeuge, die Werkzeuge und Reparaturmaterialen als Ausrüstung ständig mit sich führen, dienen der Güterbeförderung und werden nicht als Werkstattwagen eingestuft. Es gelten die Regelungen für Handwerker.

Punkt 4.13 des Leitfadens:
Für Fahrer, die ein Fahrzeug mit digitalem Fahrtenschreiber lenken wollen und eine Fahrerkarte beantragt aber noch nicht erhalten haben, ist es nicht zulässig, ein derartiges Fahrzeug vor dem Erhalt der Karte (mittels Tagesausdrucken, etc.) zu führen.

Punkt 8.1.1 des Leitfadens:
Nachweis über berücksichtigungsfreie Tage (§20 FPersV): Bei Fahrzeugen > 2,8 t und < 3,5t müssen Tageskontrollblätter ausgefüllt und mitgeführt werden. Diese können auch als Sammelnachweis mit Angabe des Zeitraumes auf dem Tageskontrollblatt vorgenommen werden.

Punkt 9 des Leitfadens:
Arbeitszeitgesetz (ArbZG): Auch für Kraftfahrer gelten die täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeiten. Die werktägliche Arbeitszeit ist somit auf maximal 10 Stunden begrenzt. Die Aufbewahrungspflicht für Arbeitszeitnachweise (u.a Schaublätter u. Daten der Fahrerkarte) beträgt 2 Jahre.

Bei Fragen zu den Verordnungen der Sozialvorschriften im Straßenverkehr stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.